Sachsen entdeckt Camping neu

Camping in Sachsen auf Wachstumskurs

Studie zeigt großes Potenzial für den Tourismus

Camping ist längst mehr als nur Urlaub – es ist eines der dynamischsten Segmente im Deutschlandtourismus. Das zeigt eine aktuelle Studie, die im Auftrag des Landestourismusverbandes Sachsen e.V. (LTV SACHSEN) mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultur und Tourismus durchgeführt und am 07.07.2026 in den Räumlichkeiten von schaffer-mobil präsentiert wurde.

In diesem Beitrag fassen wir Ihnen die Ergebnisse zusammen.

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Camping in Sachsen in Zahlen – ein großes Potenzial

44,7
Millionen

Camping-Übernachtungen gab es 2025 deutschlandweit. Ein Rekordjahr.

Jede 11. Übernachtung

in Deutschland findet inzwischen auf einem Campingplatz statt.

76,6 %
mehr

Campingübernachtungen finden in Sachsen von 2014 bis 2024 statt.

Während der gesamte Beherbergungsmarkt das Niveau vor Corona noch nicht wieder erreicht hat, liegt das Campingsegment bereits deutlich darüber. Besonders stark wächst die Nachfrage von Reisemobilisten. Gleichzeitig erschließt Camping zunehmend neue Zielgruppen – darunter jüngere Reisende, Vanlife-Enthusiasten sowie Gäste mit hohen Ansprüchen an Komfort, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Das beweist:
Camping ist deutschlandweit mehr als nur ein kurzlebiger Trend, den Touristen während der Pandemie für sich entdeckt haben. Es hat sich als beliebte Urlaubsform festgesetzt und ist für viele Menschen zu einer Lifestyleentscheidung geworden.

Unser Geschäftsführer Sören Schaffer über die Studie

„Die Ergebnisse der Studie bestätigen, was wir als Unternehmen seit Jahren täglich erleben: Camping und Reisemobiltourismus sind längst kein Nischenmarkt mehr, sondern ein bedeutender Wachstumsbereich mit großer wirtschaftlicher und touristischer Relevanz.

Die Nachfrage nach individuellen, flexiblen und naturnahen Reiseformen steigt kontinuierlich. Sachsen verfügt über hervorragende Voraussetzungen, um von dieser Entwicklung nachhaltig zu profitieren. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch deutlich, dass wir gemeinsam an der Sichtbarkeit des Campinglandes Sachsen arbeiten müssen.

Die Qualität unserer touristischen Angebote ist hoch, die Zufriedenheit der Gäste ebenfalls. Dennoch wird Sachsen bundesweit oftmals noch nicht als eine der führenden Campingdestinationen wahrgenommen.

Aus Sicht der Branche brauchen wir deshalb eine stärkere Vermarktung, schnellere Genehmigungsprozesse und bessere Rahmenbedingungen für Investitionen. Nur wenn Politik, Kommunen, Tourismusorganisationen und Unternehmen an einem Strang ziehen, können wir die vorhandenen Potenziale vollständig ausschöpfen.

Als schaffer-mobil investieren wir seit vielen Jahren in die Campingkultur, in Beratung, Service und Kundenerlebnisse. Wir sind überzeugt, dass Camping auch künftig zu den wichtigsten Wachstumstreibern des Deutschlandtourismus.“

Das braucht der Campingtourismus in Sachsen für die Zukunft

Die Studie bietet eine Vielzahl an Handlungsempfehlungen für Betriebe, Politik, Kommunen, Branchenverbände und Destinationsmanagementorganisationen. Zu den Empfehlungen, die wir bei schaffer-mobil unterstützen, zählen u. a.:

  • Verbesserte Sichtbarkeit und Vermarktung Sachsens als Campingdestination
  • Vereinfachung von Genehmigungsverfahren und bessere Zugänglichkeit von Fördermitteln
  • Ausbau von Kooperationen und Netzwerken sowie stärkere Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Kommunen, Destinationen und Verbänden
  • Schlagkräftige Interessensvertretung der sächsischen Campingwirtschaft
  • Stärkere strategische Verankerung des Campingsegments in Landes- und Destinationsstrategien
  • Qualitative Aufwertung bestehender Plätze
  • Gezielte Profilierung und Zielgruppenansprache
  • Gezielte und verantwortungsvolle Steuerung der Nachfrage

Fazit: Das Potenzial will genutzt werden

Der Campingtourismus in Sachsen befindet sich in einer stabilen Wachstumsphase und verfügt über starke Zukunftspotenziale. Die naturräumlichen Voraussetzungen, die gute Erreichbarkeit und attraktive Preise bilden dafür eine solide Basis. Um dieses Potenzial langfristig zu nutzen, bedarf es jedoch einer konsequenten qualitativen Weiterentwicklung, einer klaren strategischen Positionierung sowie einer besseren Sichtbarkeit Sachsens als leistungsfähige und zukunftsorientierte Campingdestination im bundesweiten Wettbewerb.

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